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SEMER ENSEMBLE
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SEMER ENSEMBLE

Im Auftrag des Jüdischen Museums Berlin und unter der Leitung von Alan Bern erhielt das Semer Ensemble stehende Ovationen in ganz Europa und Nordamerika. Die Musiker*innen widmen sich der zeitgenössischen Interpretation eines Repertoires, von dem man glaubte, dass es durch die Nazis vernichtet worden sei. Von 1933 an war es jüdischen Musiker*innen verboten, vor einem nichtjüdischen Publikum zu spielen. Das Berliner Plattenlabel Semer reagierte darauf, indem es fieberhaft Tonaufnahmen jüdischer Musiker*innen aller Genres – kantorial, klassisch, Kabarett, Folk – machte und so einen Katalog von mehreren hundert Schellackplatten schuf. Die sogenannte Kristallnacht am 9. November 1938 setzte diesem Schaffen ein brutales Ende, als die Gestapo den gesamten Bestand zerstörte.

Dies wäre das Ende der Geschichte gewesen – hätte es sich in den späten 1990er Jahre nicht ein leidenschaftlicher Plattensammler, Dr. Rainer Lotz, zur Aufgabe gemacht, erhaltene Schallplatten zu suchen, wo auch immer sie sich nun befanden. Allen Widrigkeiten zum Trotz gelang es ihm nach fünf Jahren, jede einzelne zu finden! Diese vor dem Vergessen geretteten Aufnahmen bilden das Repertoire des Semer Ensemble, dessen Geschichte Gegenstand dutzender Druck-, Radio- und TV-Features war.

Ein Konzert des Semer Ensembles kombiniert hochklassige musikalische Darbietungen mit Geschichten über die Leben und Schicksale der jüdischen Musiker*innen der 1930er Jahre, die zum Großteil den Naziterror nicht überlebten. Ein Programm mit großer aktueller Relevanz, abwechselnd herzzerreißend, erstaunlich und fröhlich und am Ende hoffnungsvoll und erlösend. Vorträge und Workshops können ein Konzert des Semer Ensembles ergänzen; bitte erkundigen Sie sich bei uns nach Einzelheiten.

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Semer Label Trailer 

Berlin 1932: Selbst als die Nazis an die Macht kamen… Hirsch Lewin gründet das Semer Label, das bis 1936 Aufnahmen produziert. Der Katalog war äußerst vielfältig und umfasste jiddische Schlager, Volkslieder, Opernarien und kantoriale Musik. Die Lieder wurden von international gefeierten Künstler*innen auf Jiddisch, Hebräisch, Deutsch, Russisch und Italienisch gesungen.

2012: Das „Semer Label Reloaded“-Projekt unter der Regie von Alan Bern haucht dieser fast vergessenen Musik neues Leben ein.

Ende 1936 verbot die nationalsozialistische Regierung neue Aufnahmen jüdische*r Künstler*innen. Während des Novemberpogroms 1938 wurde Hirsch Lewins Geschäft und all seine Waren zerstört. Nachdem sich Lewin in Palästina niederließ, begann er 1946 wieder Aufnahmen zu produzieren.

Hier können Sie Presse- und Werbefotos von Semer Label in Druckauflösung herunterladen.
Diese können Sie für journalistische Zwecke oder für Ihre Werbung frei verwenden, wenn Sie den Namen der Fotograf*in nennen.

LINE-UP
Alan Bern (USA/D) – künstlerische Leitung, Klavier, Akkordeon
Paul Brody (USA/D) – Trompete
Mark Kovnatskiy (RUS/D) – Violine
Martin Lillich (D) – Kontrabass
Sasha Lurje (LV/D) – Gesang
Fabian Schnedler (D) – Gesang, E-Gitarre
Daniel Kahn (USA/D) – Gesang, Akkordeon, Mandoline
Lorin Sklamberg (USA) – Gesang, Akkordeon

AUFTRITTE
12.07.2012 – Premiere Berlin

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